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Bratschenunterricht in Leipzig und Bad Düben

Ist eine Viola eine Bratsche?

Die Bratsche, auch Viola (von ital. Viola da Braccio, Armgeige) genannt, ist die große Schwester der Violine. Im Reigen der Streichinstrumente ist die Tonlage der Bratsche eine Oktave höher als beim Cello und eine Quinte tiefer als bei der Geige.

Was haben Violine und Viola gemeinsam?

Violine, Viola und Violoncello sind drei Instrumente der gleichen Art, wobei die Violine das kleinste, auf dem die höchsten Töne und das Violoncello das größte, auf dem die tiefsten Töne gespielt werden können. Die Viola steht mit ihrem Tonumfang als „Vermittler“ zwischen Cello und Violine.

Bratschen auch für Kinder?

Bratschen gibt es in verschiedenen Größen, gemessen wird die Korpuslänge. Eine kleine Viola ist ca. 39 cm lang, große Bratschen bis zu 43 cm. In der Regel wird eine große Viola eher von professionellen Musikern gespielt, kleinere Instrumente werden von Amateuren bevorzugt. Kinderbratschen können noch kleiner sein und haben dann die Größe einer Geige.

Geschichte und Verwendung der Bratsche

Die ältesten bekannten Bratschen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Mit der Zeit wurde die Viola ein zentraler Bestandteil der Orchestermusik, eine Rolle, die sie bis heute beibehält. Der 1. Bratschist ist zwar nicht der Konzertmeister eines Sinfonieorchesters, doch hat er als Stimmführer der Bratschen eine wichtige Aufgabe bei der Gestaltung der Mittelstimmen. Aufgrund der durch die Bauweise der Viola bedingten technischen Herausforderungen benötigte es einige Zeit, bis sich die Bratsche auch als Soloinstrument durchsetzen konnte. Auch in der Kammermusik spielt das Instrument, zum Beispiel im Streichquartett, eine wichtige Rolle.

Oft steht die Frage bei Streichinstrumenten im Raum: Ist Begabung entscheidend?

Ein in Deutschland weit verbreitetes Phänomen ist die immer wieder auftauchende Frage nach der Begabung. „Bin ich oder ist mein Kind überhaupt begabt genug? Bleibe ich überhaupt dabei? Ist es nicht doch zu schwer? Erst einmal abwarten, was draus wird“ usw. Natürlich gibt es Sonderbegabungen, Musiker mit einem Talent, dass man wahrscheinlich nie erreichen wird. Aber dadurch gleich in Frage zu stellen, ob man überhaupt in der Lage sein wird, ein Instrument zu erlernen, ist völlig überflüssig. Der erste Schritt sollte also sein, dass man darauf vertrauen lernt – eventuell mit Hilfe eines guten Lehrers, auf jeden Fall ein Level zu erreichen, auf dem man Musik machen kann, auf dem es Spaß macht mit anderen zu musizieren, usw. Also – einfach anfangen, sich einen Lehrer suchen, ein Instrument kaufen, und dann Schritt für Schritt in die Welt der Musik eindringen.

Vorurteile abbauen

Man sollte sich vor allem nicht auf irgendwelche Vorurteile wie „Noten lernen ist schwer“ usw. einlassen. Warum eigentlich? Vielleicht dauert es eine Weile, bis man sie beherrscht, aber wie viele Stunden hat man damit verbracht, lesen und schreiben zu lernen? Natürlich sind Noten vielleicht auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, denn anders als bei der Schrift sehen viele Noten ziemlich gleich aus, aber Millionen von Kindern und Erwachsenen haben es gelernt, warum also sollten es nicht auch Sie lernen können?

Warum gibt es so viele Bratschenwitze?

Im Orchester spielte die Bratsche bis weit ins 19. Jahrhundert hinein eine untergeordnete Rolle. In älteren Werken war die Orchesterstimme vergleichsweise einfach. Da der Umstieg von der Violine auf die Viola recht gut zu meistern ist, wurden häufig gerade schlechtere Geiger auf die Bratsche umbesetzt, was ihr den Ruf einbrachte, es bräuchte nicht viel Geschick, um sie zu spielen. Selbst als die Bratsche in romantischen Orchesterwerken an Bedeutung gewann, waren es hauptsächlich langsame, getragene Passagen, in denen sie wegen ihrer Klangfarbe brillierte. Zusätzlich gab es vor dem 20. Jahrhundert auch relativ wenig Sololiteratur. All dies führte zu einem Klischeebild des vermeintlich langsamen, schwerfälligen, unbegabten, übefaulen Bratschisten.
Die Tatsache, dass auch die Entdeckung der Soloqualitäten der Bratsche, das hohe Niveau der Ausbildung und die große Nachfrage nach Studienplätzen die Bratschenwitze nicht verstummen lassen, entlarvt dieselben als das, was sie sind: ein liebenswertes, aber völlig unberechtigtes, stereotypes Bild eines sehr besonderen Instruments.

Quelle: www.thomann.de, wikipedia